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(Direktor Prof. Dr. C. Herberhold)
Histologie der Trachealstenose: Die stenosierte Trachealwand ist durch das Nebeneinader von chronisch granulierender Entzündung, von Inseln an zelligen Infiltraten einer akuten Entzündung in Nachbarschaft mit zellulären Immunkomponenten und Zonen einer Knorpelresorption und auch -sequestrierung gekennzeichnet. Daneben finden sich mesenchymale Umbauzonen aus Vernarbung fibröser Chondrotisation bis hin zur Osteogenese mit einer Wanddicke von 1 cm und mehr im Stenosenbereich. Somit resultiert die Stenose aus einem progressiven entzündlichen Prozeß in die traumatisierte Trachealwand.
Konsequenz: Aus dem histologischen Verständnis der Stenosenatur wurden Folgerungen für die operative Therapie gezogen. Anders als bei anfänglich vorgenommenem Splitting der Stenosestrecke wird jetzt der gesamte stenotische Teil der Trachea reseziert, um den dynamischen Prozeß der differenzierten Entzündungsreaktion zu unterbrechen. Diese Konsequenz aus der feingeweblichen Befundung der Trachealstenose führte zu einer deutlichen Reduzierung der Einheilungszeit von 176 (Stenosespaltung) auf 39 Wochen (Stenoseresektion).
Konservierung: Nach anfänglich alleiniger Formalin-Konservierung wurden die Homografts in der Folgezeit in Formalin-Merthiolat und schließlich zusätzlich Aceton konserviert. In letzter Zeit wurden die Tracheen in dem standardisierten Tutoplastverfahren (dabei entscheidend: Erhitzen in Natronlauge) zur Eliminierung von Virusgenom aufbereitet. Auch dieses führte zur Reduktion der Einheilungszeit von 97 auf 36 Wochen.
Konsequenz: Durch das tracheale Homograft hat die langstreckige Stenose ihren Schrecken vergangener Jahre verloren. dennoch ist im Einzelfall die individuelle Kontrolle des Heilungsverlaufes erforderlich. Im Prinzip jedoch ist das Heilungsverfahren zuverlässig geworden. Ohne Ausnahme erreichen die Patienten eine neuwertige Trachea mit Atemstabilität, Bewegungsstabilität und ungestörter mukozillärer Clearance.