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(Direktor Prof. Dr. C. Herberhold)
Begleitend zum routinemäßig durchgeführten Schlafapnoe-Monitoring wurden bei 76 Patienten mit Verdacht auf Schlafatmungsstörungen die Atem- bzw. Schnarchgeräusche während der gesamten Nacht aufgezeichnet und mit dem bereits beschriebenen Auswerteverfahren analysiert.
Die registrierten Schnarchgeräusche lassen sich anhand ihrer Frequenzmuster in 3 Klassen einteilen (Typ 1 - 3, s. Abb.1). Auf Grund von vergleichenden Messungen an Probanden lassen sich die einzelnen Geräuschtypen verschiedenen Bereichen der oberen Atemwege zuordnen (Abb. 1). Typ 1 wird durch Schwingungen des Velums bei Nasenatmung erzeugt. Typ 2 entsteht ebenfalls durch velare Schwingungen, jedoch bei Mundatmung. Typ 3 wird durch Oszillationen an Engstellen zwischen dem Zungengrund und den Oropharynxwänden hervorgerufen. Die statistische Auswertung zeigt einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem bei den Patienten jeweils dominierenden Frequenztyp und dem im Rahmen des Schlafapnoe-Monitoring ermittelten Apnoe-/Hypopnoe-Index (p < 0.0001, ξ²-Test) (s. Abb.2). Diese Ergebnisse demonstrieren, daß die Analyse der nächtlichen Schnarchgeräusche eine nichtinvasive klinische Methode zur Topodiagnostik ihrer Enstehungsbereiche darstellt und eine Unterscheidung zwischen habituellem und pathologischem Schnarchen ermöglicht. Die Geräuschanalyse ist weitgehend automatisiert und wird bereits routinemäßig im Schlaflabor der HNO-Uni-Klinik eingesetzt.

Abb. 1: Klassizifierung der Schnarchgeräusche anhand ihres Frequenzspektrums und Zuordnung ihrer Entstehungsbereiche

Abb. 2: Zusammenhang zwischen Frequenztyp und Apnoe- / Hypopnoe-Index
(p < 0.0001, ξ²-Test, n=76).