HNO Klinik
Bonn > Patienten Diagnostisches
Spektrum
Tympanometrie
Bei der Tympanometrie wird vom Trommelfell reflektierter Schall bei unterschiedlichen Druckverhältnissen im äußeren Gehörgang (+/- 300 daPa) gemessen. Über eine Sonde, die den Gehörgangseingang luftdicht abschließt, erfolgt die Regulierung des Luftdruckes sowie Applikation eines konstanten Sondentones (220 Hz) und Registrierung des reflektierten Schallanteils. Der reflektierte Schallanteil ist abhängig vom akustischen Widerstand (Impedanz) des Mittelohres bzw. von der Nachgiebigkeit (Compliance) des Trommelfell-Gehörknöchelchen-Apparates. Die Nachgiebigkeit beschreibt die Schwingungsfähigkeit und somit das Funktionsvermögen des Mittelohres. Im Normalfall erreicht die Nachgiebigkeit des Trommelfell-Gehörknöchelchen-Apparates ein Maximum bei Normaldruck (gleicher Druck im Mittelohr und äußeren Gehörgang) mit mittelsteilem Abfall zu den Bereichen des Über- und Unterdruckes. Abweichungen von der Normkurve signalisieren eine gestörte Mittelohrfunktion, der verschiedene Ursachen zugrunde liegen können. Die Prüfung ist objektiv, daher auch bei Säuglingen und Kleinkindern ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik.
