HNO Klinik Bonn
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Operationen
In diesem Bereich können Sie sich einen Überblick über das operative Spektrum unserer Klinik verschaffen.
Zur Schonung wichtiger Nerven (Hörnerv, Stimmlippennerv, Gesichtsnerv, Armhebernerv) und anatomischer Strukturen setzen wir grundsätzlich verschiedene Verfahren vor und während der Operation ein; hierzu zählen – soweit notwendig – eine genaue radiologische Diagnostik, Funktionstests (Messung der Nervenfunktion), und intraoperatives Nervenmonitoring durch Ableitung entsprechender Signale. Wir bringen dann zu Beginn der Operation besondere Elektroden an (zum Beispiel als Nadeln an Augenbraue und Mundwinkel).
Im Falle des Hörnerven wird die Funktion der Hörschnecke und die Funktion des Hörnerven durch besondere Hörteste während der Operation überwacht; dies ist z.B. bei der Operation von Akustikusneurinomen erforderlich.
Unsere Operationssäle befinden sich im OP-Zentrum des
UKB
Generell wählen wir einen minimal-invasiven Operationsweg, sofern dies die Art und Ausdehnung Ihrer Erkrankung erlaubt. Zu diesem Zweck setzen wir bei einem Großteil der Eingriffe das Operationsmikroskop oder Endoskope ein. Sollte bei Ihnen die Notwendigkeit eines plastisch-rekonstruktiven Eingriffes bestehen, so verwenden wir möglichst körpereigenes Material (z.B. Knorpel aus dem Ohr oder einer Rippe, Hautlappen oder Haut-Muskel-Lappen aus Unterarm, Oberarm oder Rücken, siehe Lappenplastik).
Die Klinik
verfügt über ein Navigationssystem der
neuesten Generation (Medtronic), das bei Operationen
der Nasennebenhöhlen und des Ohres zum Einsatz kommt.
Dieses System erlaubt es dem Operateur, die Position der Spitze
seines Operationsinstruments in ein dreidimensional
rekonstruiertes Modell des Patientenkopfes zu projizieren, das
anhand eines vor der Operation erstellten Computer- oder
Magnetresonanz-Tomogramms berechnet wird. (Bei der Erstellung
der radiologischen Untersuchung sind besondere Anforderungen zu
beachten.) Die Navigation erfolgt entweder über optische
Signale (Infrarot-Licht) oder über elektromagnetische
Wellen. Das Anbringen spezieller Marker auf dem Kopf des
Patienten entfällt bei beiden Varianten. Das
Navigationssystem hilft, insbesondere Zweit-Operationen bei
rezidivierender Polyposis nasi et sinuum sicherer zu machen, da
oftmals im Zuge der Voroperation(en) Veränderungen der
normalen Anatomie bewirkt wurden, was die Orientierung für
den Operateur erschwert.