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Entfernung von Polypen der Nasennebenhöhlen
Polypen der Nasennebenhöhlen
dürfen nicht mit kindlichen "Polypen" (= vergrößerte Rachenmandel) verwechselt werden. Polypen der Nasennebenhöhlen
sind echte Schleimhautwucherungen, die in aller Regel gutartig sind. In ganz
wenigen Fällen findet sich eine Krebsvorstufe; deshalb senden wir das entfernte
Gewebe zur pathologischen Untersuchung ein. Sollte sich eine Krebsvorstufe finden,
werden wir das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen und können meist eine
erweiterte Operation empfehlen.
Um verbliebene gesunde Anteile der Nasenschleimhaut zu schonen, nehmen wir der
Eingriff entweder unter dem Operationsmikroskop oder mit Endoskopen vor; mit
diesen Verfahren kann besonders schonend gearbeitet werden. Im Rahmen der Untersuchungen
vor der Operation ist in aller Regel eine Computertomographie der Nasennebenhöhlen
erforderlich. Eine mögliche Komplikation der Operation ist die Nachblutung
aus der Wunde; um diese möglichst sicher zu vermeiden, legen wir bei Ihnen
in aller Regel auf jeder Seite ein oder zwei Tamponaden in die Nase, die nach
48 Stunden entfernt werden. Diese Tamponaden bestehen aus besonders weichem
Schaumstoff, der mit Silikon ummantelt ist und deshalb an der Wunde nicht anklebt;
ihre Entfernung ist somit auch nicht schmerzhaft. In aller Regel ist die Entlassung
am 5. oder 6. Tag nach der Operation möglich. In einzelnen Fällen
kann es erforderlich sein, daß eine Tamponade über mehrere Tage belassen
wird; dies ändert dann meist nichts am Entlassungstermin.
Meist ist anschließend eine intensive Nachbehandlung für etwa 7 Tage
durch Ihren niedergelassenen HNO-Facharzt erforderlich. In einigen Fällen
kann die Gabe von Kortisonspray, das ausschließlich auf der Nasenschleimhaut
wirkt und keine Wirkung im Gesamtorganismus entfaltet ("topisches Kortikoid"),
für einen längeren Zeitraum notwendig sein.