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Trommelfellschnitt
Hierbei handelt es sich
um einen gängigen Eingriff bei Hörminderungen, die einseitig oder
beidseitig durch einen Erguß im Mittelohr bedingt sind. Mögliche
Ursachen für einen Erguß im Mittelohr sind unter anderem Adenoide
Vegetationen (Entfernung der Gaumenmandeln mit oder ohne
Rachenmandel).
Beim Trommelfellschnitt wird unter Sicht mit dem Operationsmikroskop mit einem
Messerchen ein Schnitt im Trommelfell angelegt, durch den der Erguß abgesaugt
werden kann. Dieser Schnitt heilt in aller Regel nach 3-5 Tagen zu. Sollte der
Erguß sehr zähflüssig sein, dann kann es sinnvoll sein, ein
Paukenröhrchen in den Schnitt einzulegen.
Bei Paukenröhrchen handelt es sich um kleine Röhrchen (Durchmesser
ca. 1mm, meist aus Titan) (mit zwei Krempen), die den künstlichen Schnitt
über eine längere Zeit offen halten; in aller Regel wird das Röhrchen
nach 6-12 Monaten vom Körper abgestoßen. Der Trommelfellschnitt mit
oder ohne Einlage eines Paukenröhrchen kann in örtlicher Betäubung
oder in Narkose erfolgen.