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Schlaflabor/Rhonchopathie
In unserer Spezialsprechstunde Schlafmedizin bieten wir Ihnen die Beratung und Therapieplanung bei Vorliegen von störendem Schnarchen (Rhonchopathie) sowie nächtlichen Atemaussetzern (Schlafapnoe) an.
Ca. 10 - 30% aller Erwachsenen schnarchen im Schlaf. Dieses zwar oftmals lästige Geräusch stellt in der Regel keine Gefahr für die Gesundheit dar und ist somit in den meisten Fällen nicht behandlungsbedürftig. Dagegen kann lautes und unregelmäßiges Schnarchen ein erster Hinweis auf eine obstruktive Schlafapnoe sein, eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung die bei ca. 2% aller Frauen und 4% aller Männer zwischen 30 und 60 Jahren auftritt. Der Begriff Apnoe stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Atemstille".
Da bei Schlafapnoe die nächtliche Atmung unterbrochen und abgeflacht verläuft, erhalten die Patienten nicht genug Sauerstoff und schlafen insgesamt schlecht. Schlafapnoe kann zu Tagesschläfrigkeit führen und der Auslöser für ernste Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzversagen sowie Herz- und Schlaganfälle sein. Bei lautem und regelmäßigem Schnarchen, das in jeder Körperlage auftritt, sollte grundsätzlich ein Arzt hinzugezogen werden. Wenn dieser nach der Befragung und körperlichen Untersuchung das Vorliegen eines Schlafapnoesyndroms für wahrscheinlich hält, erfolgt eine Untersuchung des Schlafes, z.B. in einem Schlaflabor. Hier werden während des Schlafes Messungen der Atmung, des Kreislaufs und der Schlaftiefe durchgeführt.
Symptome bei Schlafapnoe
Ziel aller diagnostischen Maßnahmen ist es, die richtige Therapie für Patienten mit Schlafapnoe zu bestimmen. Dieses können operative oder konservative Maßnahmen sein. Konservative Therapieverfahren sind verhaltenstherapeutische Maßnahmen (z.B. Schlafen auf der Seite, Alkoholreduktion, Gewichtsabnahme), Aufbißschienen und, als effizienteste Therapieform, die nächtliche Beatmungstherapie mit einem sogenannten CPAP-Gerät. Operative Verfahren umfassen u.a. die Verbesserung der Nasenatmung (Operation an der Nasenscheidewand und den Nasenmuscheln), die Straffung des Gaumensegels und die Entfernung der Gaumenmandeln sowie eine Verkleinerung des Zungengrundes. Das Ergebnis aller Behandlungsformen sollte ein Anstieg der Lebensqualität der behandelten Patienten sein, da sie am Tag wieder wach sind, auch bei monotonen Tätigkeiten nicht einschlafen und sich beim morgendlichen Aufwachen wieder erholt fühlen.
In der HNO-Universitätsklinik Bonn können sowohl die Diagnostik als auch die Therapie des Schlafapnoesyndroms durchgeführt werden. Zur Schlafdiagnostik werden Sie am späten Nachmittag aufgenommen und verbringen die Nacht in der Klinik. Während des Schlafes werden verschiedene Messungen, u.a. des Herz-Kreislaufsystems sowie der Schnarchgeräusche vorgenommen. Die Mitteilung der Messanalyse sowie ein ausführliches Beratungsgespräch erfolgen dann in unserer Schlafambulanz (Freitags 13:00 - 15:00 Uhr). Hierzu können Sie gerne einen Termin in unserer Sprechstunde vereinbaren.